Life with Infertility

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As long as I can remember I always was sure of one thing, some day I would be someone's mommy. That idea of my future was a constant in my life. I was the babysitter of the family/friends and reveled in playing with dolls well into teenagehood. I envisioned children spaced apart by 2 years. Somehow this isn't my story.

I never saw Infertility coming into play as it did.

Mr.D was a surprise-baby and the chances he came into life were not very high indicated prior to his conception. At the age of 19 I was told I would never bear any children by my OB Gyn back then. Needless to say she wasn't a sensible person. Since that point I was in and out of doctors offices trying to find a clue to what was going on. The list of displeasures during my period or the lack of the before mentioned kept adding up. But no doctor ever told me what exactly was wrong in my body. No explanation, no treatment. I had a sure feeling there had to be something. That it couldn't be all in my head.

Time went on. Mr.D got older and the wish, then the longing for a 2nd child arose. We waited month after month, got excited and dissapointed by my body who was not able to do what it was intended to. Of an average of 6 cycles per year, there were not many chances. While everyone of friends and aquaintances were adding to their family in their early 20.

I was physically tired and no sleep changed any of it. I lost a lot of weight. I fell asleep during a lot of very unsafe situations and I went back to hunt on what was wrong. I was diagnosed with hypothyoridism. And after a while I felt a bit better, gained weight. During it all still this unbearable wish to be pregnant again. To add to our family.

After getting married and turning 25 (two requiremennts to be treated), we finally went to search out a Fertility Clinic. For the first time in my entire life my body was an open book. There was someone competent to answer my questions and tell me that it wasn't in my head. Such relief. I was diagnosed with PCO. I was highly untypical to carry that disease.

Along the way of the first cycle a follicle maturing disorder and a lack of producing progesterone kept arising. The hurt and heartbreak during that first month nearly sent me over the edge. I drove twice a week to the Fertility Clinic. The idea of not having another chance of a baby kept hovering over my head. I remember crying so much that month. Finally in the 3rd cycle at the Fertility Clinic and a lot of hoops to jump through (needles, too) I became pregnant with Miss L and every day I count my blessings. My children are the most precious beings to me.

On the way I heard it all. People telling me I wasn't relaxed enough, that we still had time to add to our family (that may be true, but for my childbearing abilities this is not even remotely close) and that there may be a reason for not happening. It always added to the heartbreak. Being in emotional limbo while not knowing if it will play out was so hard for me. For all of us.

If a loved one in your life struggles with Infertility let me tell you, you can't take away the heartbreak but you can show them there is still goodness out there by just loving them. Standing by their side in this struggle. Because this is a disease too, like Diabetes. We did not wish for this or ever imagined it. Those things always only happen to other people whom we not know. Or the others just hide it too well.

I am tired of hiding. This is our life. Our struggle. Our destiny. And we make the best of it by not letting this disease to define our lives.


Leben mit unerfülltem Kinderwunsch

 

So lang ich mich erinnere war ich mir immer sicher, dass ich eines Tages jemandes Mama sein werde. Diese Idee meiner Zukunft war eine konstante in meinem Leben. Ich war der Babysitter für Freunde/Familie und spielte noch weit bis ins Teenageralter mit Puppen. Ich träumte von Kindern im Altersabstand von 2 Jahren. So verlief mein Leben nicht, wie im Traum.

Ich habe es damals nie kommen sehen wie ein unerfüllter Kinderwunsch jemals in unserem Leben eine Rolle spielen könnte.

Mr D war ein Überraschungsbaby in jedem Sinne, die Chance dass er überhaupt gezeugt worden war, waren sehr gering. Mit 19 wurde mir von meiner damaligen Gynäkologin gesagt, dass ich niemals schwanger werden könnte. Sie war nicht sehr einfühlsam wie sie mit diesen Worten umging. Und auf meine Nachfrage warum sie dieser Annahme sei, habe ich nie eine Antwort bekommen. Seit diesem Zeitpunkt war ich auf der Mission herauszufinden was in meinem Körper nicht funktioniert. Die Liste der Unannehmlichkeiten während meiner Periode oder das Ausbleiben der selbigen wurde länger und länger. Tief in mir drin war ich mir sicher, das könne nicht alles nur in meinem Kopf sein. Irgendwo musste doch eine Antwort zu all dem zu finden sein.

Die Zeit verging. Mr D wurde älter und der Wunsch und die Sehnsucht nach einem zweiten Kind wurde stärker. Monat um Monat warteten wir, freuten uns und wurden enttäuscht. Von meinem Körper der nicht tat was er tun sollte. Bei 6 Zyklen im Jahresdurchschnitt gab es auch nicht Unmengen an Chancen. Währenddessen wurden Freunde und Bekannte schwanger oder erweiterten ihre Familie in ihren 20igern.

Ich war körperlich nur noch erschöpft und müde. Kein Schlaf der Welt änderte daran etwas. Also ging ich los und suchte wieder was das sein könnte. Ich verlor eine Menge Gewicht, was bei meinem ohnehin schon geringen Gewicht enorm war. Ich bin während einiger sehr gefährlicher Situationen eingeschlafen. Spätestens da war mir klar, da stimmt etwas ganz gewaltig nicht. Ich bekam die Diagnose Schilddrüsenunterfunktion. Nach einer Weile mit Schilddrüsenmedikation ging es mir wieder besser und ich nahm an Gewicht wieder zu. Dieser unbändige Wunsch wieder schwanger zu werden zog sich durch all diese Zeit.

Nachdem wir geheiratet hatten und ich 25 wurde (Vorraussetzung zur Kinderwunschbehandlung zugelassen zu werden) wurden wir in einer Kinderwunschklinik vorstellig. Erstmalig in meinem Leben war mein Körper ein offenes Buch. Ich erhielt Antworten zu meinen Fragen und kompetente noch dazu. Eine Lawine von Steinen fiel erstmals von mir ab. Ich bekam die Diagnose PCO und erfülle nur wenige Kriterien der Krankheit.

Im ersten Kinderwunschzyklus in der Kinderwunschklinik wurde außerdem eine Follikelreifestörung sowie eine Progesteronschwäche festgestellt. Der Schmerz und Kummer in diesem ersten Zyklus ließ mich fast verzweifeln. Zwei Mal die Woche fuhr ich zur Kinderwunschklinik. In meinem Kopf kreiste immer wieder dass es vielleicht nicht mehr möglich sein wird noch ein Baby zu bekommen. Letztendlich dauerte es 3 Zyklen in der Kinderwunschklinik und viele Hindernisse auf dem Weg dahin, wurde ich mit Miss L schwanger. Jeden Tag bin ich dankbar für meine wunderbaren Kinder.

Auf meinem Kinderwunschweg hab ich so einiges zu hören bekommen. Sie sagten, ich sei ja noch so jung, habe noch viel Zeit und vielleicht gäbe es einen Grund warum ich nicht schwanger werde. Der Kummer vergrößerte sich nur noch. Emotional in der Schwebe zu sein und nicht zu wissen ob alles jemals irgendwie so sein wird wie ich es mir erträumt habe. Es ist hart für uns alle. Auch für meinen Mann.

Wenn jemand in deinem Umfeld mit einem unerfülltem Kinderwunsch konfrontiert ist (ganz egal ob beim ersten oder bei nachfolgenden Kindern), man kann diesen Kummer nicht wegwischen. Er ist da und hat seine berechtigt. Du kannst nur da sein und versuchen den Fokus auf das Schöne im Leben zu lenken. Hinter einem unerfüllten Kinderwunsch steht meist eine Krankheit, wie Diabetes. Wir haben es uns nicht gewünscht oder jemals ausgemalt, dass es zu unserem Leben gehört. Diese Dinge passieren nur anderen Leute, die wir nicht kennen. Odre sie verstecken es nur zu gut.

Ich bin es leid, den Kummer und die Traurigkeit hinter der Kinderwunschzeit zu verstecken. Das ist unser Leben. Und wir machen das Beste daraus ohne davon bestimmt zu werden.